Räuchern in unruhigen Zeiten…..

…..kleine Momente für Ruhe und Halt

Wo soll das alles noch hinführen, frage ich mich…

Immer öfter erwische ich mich dabei, wie ich einfach dasitze und nachdenke.

Gespräche drehen sich immer wieder um die gleichen Themen.
Und egal, wo man hinhört, ich spüre die Schwere, die viele Menschen in sich tragen.

Sprit wird immer teurer.
Lebensmittel werden teurer.
Die Preise steigen, wo man hinschaut.
Die Gewaltbereitschaft nimmt auf vielen Ebenen zu, und die Kriege werden mehr.

Eine gewisse Grundaggressivität liegt unterschwellig in der Luft.

Und dieses Gefühl, dass eigentlich etwas passieren müsste…
dass sich etwas verändern müsste…
aber stattdessen wird geredet und geredet
und für uns im Alltag wird es eher schwerer als leichter.

Ich merke, wie mich das beschäftigt.
Mehr, als ich manchmal zugeben möchte.

Es ist keine laute Angst.
Kein kompletter Kontrollverlust.

Aber dieses leise, unterschwellige Gefühl…
das einfach da ist.

Dieses „Irgendwas stimmt gerade nicht.“
Dieses „Wie soll das alles weitergehen?“

Und manchmal wird es mir einfach zu viel.

Zu viele Gedanken.
Zu viele Sorgen.
Zu viel von allem.

Und ganz ehrlich: Ich habe auch nicht immer eine Antwort darauf.

Früher hätte ich das ignoriert.
Hätte mich abgelenkt.
Einfach weitergemacht.

Aber ich habe gemerkt, dass das nicht funktioniert.
Dass es dadurch nicht einfacher wird.

Weil es trotzdem da ist.

Also habe ich angefangen, mir bewusst kleine Momente zu schaffen.
Momente, in denen ich nichts lösen oder erledigen muss.
Nichts verstehen muss.
Nichts kontrollieren kann und muss.

Einfach nur sein.

Und genau da ist das Räuchern für mich zu etwas geworden,
das ich nicht mehr missen möchte.

Nicht als „Methode“.
Nicht als „Lösung“.

Sondern als etwas ganz Einfaches.

Ein Moment, in dem ich wieder bei mir ankomme.


🌿 Warum Räuchern gerade jetzt gut tut

Ich räuchere nicht, weil ich glaube, dass damit plötzlich alles gut wird.

Die Welt draußen bleibt, wie sie ist.
Die Nachrichten hören nicht auf.
Die Gedanken auch nicht immer.

Und ich habe auch Tage, da funktioniert das alles gar nicht so gut.

Aber ich merke, dass sich in mir etwas verändert.

Wenn ich mir die Zeit nehme, etwas Räucherwerk aufzulegen…
wenn der Duft langsam den Raum füllt…
wenn ich einfach nur dasitze und atme…

dann wird es ein bisschen ruhiger.

Nicht perfekt.
Nicht vollständig.

Aber leiser.

Und manchmal ist genau dieses „ein bisschen leiser“ schon unglaublich viel.


🔥 Was mir in solchen Momenten gut tut

Ich greife an solchen Tagen nicht zu etwas Besonderem.

Meist sind es ganz einfache Pflanzen oder Harze.

Wenn du dich dafür interessierst,
welche Räucherkräuter gerade in der kälteren Jahreszeit besonders gut tun,
habe ich dir dazu HIER etwas zusammengestellt.

Ich merke aber auch,
dass ich nicht immer alles einzeln zusammenstellen möchte.

Gerade an Tagen, an denen der Kopf voll ist
und mir die Energie fehlt, lange zu überlegen.

Dann greife ich tatsächlich auch gerne zu fertigen Räuchermischungen.

Einfach, weil sie schon stimmig aufgebaut sind
und ich mich in dem Moment um nichts kümmern muss.

Und ganz ehrlich:
Gerade meine eigenen Mischungen nutze ich selbst unglaublich gerne.

Weil ich genau weiß, was drin ist.
Weil ich sie genau für solche Momente zusammengestellt habe.

Für Ruhe.
Für Erdung.
Für dieses „wieder bei mir ankommen“.

Und manchmal ist es genau das,
was es in solchen Momenten leichter macht.

Nicht noch mehr nachdenken zu müssen.

Sondern einfach etwas zu nehmen,
das sich schon richtig anfühlt.


Manchmal sitze ich einfach nur da
und schaue dem Rauch zu, wie er sich im Raum bewegt.

Langsam.
Ruhig.
Fast so, als würde er mich daran erinnern,
dass ich auch langsamer werden darf.

In diesen Momenten gibt es nichts zu tun.
Nichts zu lösen.
Nichts zu verstehen.

Nur diesen einen Augenblick.

Und mich.

Ich merke dann oft, wie sich mein Atem verändert.
Wie mein Körper ruhiger wird.
Wie die Gedanken ein kleines Stück Abstand bekommen.

Nicht weg sind.

Aber nicht mehr so laut.

Und genau das ist es, was mir hilft.

Nicht, die Welt auszublenden.
Sondern mich selbst darin nicht zu verlieren.


🌙 Mein kleines Ritual

An manchen Tagen setze ich mich einfach hin.

Ich zünde eine Kohle an,
lege etwas Räucherwerk darauf
und bleibe einen Moment sitzen.

Kein Handy.
Keine Ablenkung.

Ich schaue dem Rauch zu,
atme den Duft ein
und lasse alles für einen Moment einfach sein.

Manchmal sind es nur ein paar Minuten.

Aber genau diese Minuten machen einen Unterschied.

Und oft merke ich erst danach,
wie sehr ich diesen Moment eigentlich gebraucht habe.


Ich räuchere dabei meistens auf Kohle.

Einfach, weil ich merke, dass es für mich intensiver wirkt.
Gerade in Momenten, in denen die Gedanken kreisen oder die Angst stärker wird.

Aber nicht immer braucht es diese Intensität.

Über den Tag hinweg nutze ich auch gerne ein Stövchen.
Ganz sanft.
Fast nebenbei.

Der Duft ist leichter, ruhiger,
und begleitet mich einfach ein Stück durch den Tag,
ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Wenn du dich fragst, wann eher Kohle oder ein Stövchen sinnvoll ist,
habe ich dir dazu HIER etwas ausführlicher erklärt.

Ich glaube, auch da darf man wieder auf sich selbst hören.

Manchmal braucht es etwas Starkes,
das wirklich durchbricht.

Und manchmal reicht etwas ganz Leises,
das einfach nur da ist.

 


✨ Wann ich auf Kohle räuchere

Meist dann, wenn ich merke, dass es innerlich unruhig wird.

Wenn Gedanken einfach nicht zur Ruhe kommen.
Oder abends, wenn ich den Tag hinter mir lassen möchte.

Nach anstrengenden Tagen,
oder wenn ich spüre, dass mich etwas innerlich festhält.

Und manchmal auch ganz ohne bestimmten Grund.

Einfach, weil ich merke:
Jetzt brauche ich einen Moment für mich.


🌿 Du darfst dir diese Momente nehmen

Ich glaube, wir können uns diese Welt gerade nicht einfach schönreden.

Und vielleicht müssen wir das auch gar nicht.

Aber wir können lernen, uns kleine Räume zu schaffen,
in denen es wieder ruhiger wird.

Momente, die nur uns gehören.

Und wenn es nur ein paar Minuten sind.

Für mich ist das Räuchern genau so ein Moment geworden.

Still.
Einfach.
Echt.

Und manchmal ist genau das das, was gerade trägt. 🌿

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